PFM Fördermanagement

    D0073-R01 | Querschnittsdienst in der Domäne Enterprise Ressource Planning

    Kurzbeschreibung

    Der Dienst bietet die digitale Ende-zu-Ende-Bearbeitung von Förderverfahren gemäß §§23,44 BHO und den zugehörigen Verwaltungsvorschriften, EU-Förderungen in Bundesverantwortung sowie Billigkeitsleistungen gem. §53 BHO an. Er umfasst auch Fördermaßnahmen und -programme ohne Richtlinienbezug.

    Kernfunktionalitäten

    • Fördermaßnahmen und -programme verwalten: Förderprogramme können erstellt, geplant, genehmigt und geändert werden. Zudem können Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen hinterlegt und Programmziele und Indikatoren gem. §7 BHO definiert werden.
    • Förderprogramme vorlagenbasiert anpassen: Attribute, Prozesse und Regeln können aus Vorlagen übernommen und an die Programmspezifika angepasst werden.
    • Förderprogramme implementieren: Aufgaben und Arbeitsaufträge können an eine oder mehrere Organisationen delegiert werden.
    • Prozesse mit Antragstellern und Geförderten abwickeln: Anträge können entsprechend der Vorgaben eingereicht werden und Sachbearbeitern zur Bewilligung und/oder für Nachfragen vorgelegt werden. Dateien und sonstige Informationen können von den Antragstellern mitgesendet bzw. nachgereicht werden.
    • Bescheide und Verträge erstellen: Basierend auf den Antragsdaten und dem Bewilligungsprozess können Bescheide angefertigt werden. Das Fördermanagement verwendet für die Voranalyse der Daten und die Unterstützung bei der Bewilligung eine maschinenlernende KI.
    • Vorhaben bewirtschaften: Das Fördermanagement bucht in die jeweils adressieren Haushaltssysteme der Behörden bzw., sofern das Haushaltssystem nicht genutzt werden kann oder soll, in das HKR-System des Bundes.
    • Verwendungsnachweise bearbeiten: Das Fördermanagement nimmt Verwendungsnachweise entgegen und führt diese mit der bewilligten Förderleistung zusammen. Zur Zuordnung wird eine musterbasierte KI eingesetzt.
    • Zwischen- und Jahresnachweise erstellen: Das Fördermanagement verfügt über flexible Berichtsmöglichkeiten und vordefinierte Zwischen- und Jahresnachweise (inkl. der Fachberichte) zur Verfügung.
    • Erfolgskontrollen durchführen: Im Rahmen eines Monitorings bzw. Controllings können einfache Plan-Ist-Abgleiche entlang der in der Programmplanung definierten Kennzahlen sowie Standardauswertungen durchgeführt werden. Zudem werden begleitende und nachträgliche Erfolgskontrolle inkl. Effizienzkontrolle unterstützt.
    • Zuwendungsauswertungen erstellen und verteilen: Im Rahmen des Zuwendungsreportings können einfache und komplexe Auswertungen zu Förderprojekten und Förderprogrammen, z.B. Ad-hoc-, vorläufige oder turnusmäßige Berichte an die Fördermittelgeber erstellt und verteilt werden. Daten zur Förderung können nach Freigabe über Open-Data publiziert werden.
    • Prüfungen durchführen und dokumentieren: Der gesamte Prozess der Bearbeitung von Förderantragen wird protokolliert und dokumentiert. Für das Erkennen von Fehlern, von Missbrauch und von Betrug wird eine maschinenlernende KI genutzt.
    • Fachauswertungen bereitstellen: Es stehen Funktionalitäten und Daten für die Zuwendungsdatenbank (ZWDB), die Auftragsdatenbank zur Forschungsvorhaben (AuDB), die Elektronische Frühkoordinierung (EFKO) sowie die Wahlkreisauswertung für Bundestagsabgeordnete (WAUS) bereit.

    Diensteschnittstellen

    • Schriftgut verakten: Anträge, Bescheide und Auswertungen etc. können als Schriftgut zur Veraktung an den Dienst Akten- und Dokumentenverwaltung übergeben werden.
    • Haushaltsrelevante Informationen übergeben: Verfügbarkeitsprüfungen, Festlegungen, Verpflichtungsermächtigungen, Auszahlungsanordnungen und Annahmeanordnungen können als haushaltsrelevante Informationen an den Dienst Haushaltsbewirtschaftung übergeben werden. Sofern das Haushaltssystem nicht genutzt werden kann oder soll, werden die Daten über eine F15z-Schnittstelle in das HKR-System des Bundes übergeben.
    • Zuwendungsdaten übermitteln: Das Fördermanagement sieht Datenlieferungen an andere Behörden und Institutionen sowie EU über Schnittstellen vor.
    • Schnittstellen zu Infrastrukturdiensten: Identity-Access-Management; Standard-Arbeitsplatz und Ultramobile IT; Betriebsplattform und Netze.

    Abgrenzung

    Der Dienst umfasst nicht die Förderverwaltung außerhalb der Bundesverwaltung (Kreditanstalt für Wiederaufbau), den Dienst Low-Code-Entwicklung, die Vorgangssteuerung und die Zahlbarmachung. Die Aktenhaltung und Langzeitspeicherung erfolgen in den Diensten Akten- und Dokumentenverwaltung sowie Aufbewahrung.

    Informatorische Ergänzungen aus Maßnahmen- und Lösungslandkarte (u.a. aus Portfolio GIB, IT-Rahmenkonzept, VITD-Produktkatalog)

    • IT-Maßnahme (bzw. IT-Verfahren): Konsolidierungsmöglichkeiten im Bereich der Fördermanagementdienste (FMD)
    • IT-Lösung(en): Auftragsdatenbank zur Forschungsvorhaben (AuDB); Elektronische Frühkoordinierung (EFKO); Wahlkreisauswertung für Bundestagsabgeordnete (WAUS)